über die mühen einen wissenschaftlichen titel zu erlangen
Donnerstag, 15. Januar 2004
Ich bin entzückt!

Da kommt ja wieder richtig Leben in die schon ein wenig angestaubte Motivations-, Jammer-, Freu- und Trittbude... Schön!

Ich hab die Gemeinschaft hier schon zu Zeiten der "Generation Kirk" als schön und hilfreich erlebt. Und da ich jetzt (oder eigentlich seit ein paar Monaten) einen zweiten Titel/Grad/whatever angepackt habe, mische ich mich ganz auffällig-unauffällig unter die neue Generation...

Allen mit Mühen Beladenen ein herzhaftes Willkommen! Nehmt Euch nen Keks...

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damals.

Im März 2002 begann dies hier ein Hort der Hoffnung, des Jammerns, der Motivation zu werden. Die "next generation" ist auf dem Weg oder kurz davor oder macht eben mal wieder Pause. Motivierend sollte schon sein, dass StarTrek-The Next Generation besser war als Kirk und Co. Motivierend kann aber auch sein, den Weg der anderen von damals bis jetzt hier im Weblog nachzulesen.

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Immer kurz davor...

...endlich "damit" anzufangen. Womit ? Na, mit dem Diplom, damit eben.... fünf Ordner mit Kopien, knapp zwanzig teuer im Antiquariat erstandene Bücher und sieben von der Uni-Bibliothek auf kurze Zeit ausgeliehene Bücher und keine Zeit, mich "damit" zu beschäftigen...

Keine Zeit - das ist auch so eine Sache. Bevor ich mich endlich dazu setzte, habe ich immer etwas zu erledigen. Seit fast einem Jahr. Gut, oder doch nicht gut, dass man in Ö. keinen fixen Abgabetermin für die Diplomarbeit hat:

- Zwei Praktika, Dauer jeweils zwei Monate
- Ein Praktikum, Dauer ein Monat
- eine Liebesbeziehung aufgekündigt
- soziale Kontakte erhalten
- Umzug in eine neue Wohnung
- fünf Besuche bei meinen Eltern, drei bei meiner Schwester inklusive meine Neffen
- die Buddenbrooks lesen
- der Katze das Gehen auf Hinterbeinen beibringen
- die Sender meines Fernsehers neu programmieren
- die Wäsche waschen
- Geld verdienen
- gesünder leben, gesünder kochen, endlich mit Yoga beginnen
- schlafen. Immer wieder schlafen.

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nicht viel

was kann man von einem tag erwarten in der diplomzeit, der mit extremen schlafdefizit (nach 3stunden schlaf) beginnt, es ist noch unchristlich früh, alles dunkel und kalt und man soll aufstehen, um an die arbeit zu gehen, wo man schon vorher weiss, dass man dort zu nicht viel kommt?
ich sage nur: NICHT VIEL. an der arbeit angekommen, wird man mit veränderten arbeitszeiten konfrontiert, von den man privat nicht viel hält. dann wird man zu zermürbenden frieselarbeiten genötigt, die viel zeit kosten, aber man zu nicht viel kommt und das alles für gar nicht viel geld....wenn man die arbeit wieder verlässt, mit der gewissheit eigentlich nachhause zu fahren, um endlich viel fürs diplom zu machen, aber es ist schon wieder dunkel, kalt und regnet, und das hebt die laune nicht sonderlich viel. unterwegs ist man in der ubahn gefangen, was nicht viel zeit spart...dort erwarten einen dann ein rudel freunde, die einen zu nicht viel kommen lassen. trinkt ein paar gläser rotwein mit, von denen man eigentlich in dieser zeit nicht viel geniessen wollte, erst wenn man es sich wieder verdient hat. zum schluss ist es 1uhr des nächsten tages und man ist zu NICHTS gekommen. das telefon klingelt 2uhr in der nacht und man kommt zu nicht viel schlaf, den man endlich um 4uhr findet...und weiss leider, dass man in 3stunden aufstehen muss. wieviel werd ich dann wohl schaffen? NICHT VIEL....

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Geht's.jetzt.endlich.mal.los?

ich bin gesern 8.30 aufgestanden, dann übliche wachwerdephase (toast,kakao,surfen,gähnen), dann dip.arbeit einer freundin zur korrektur zu lesen begonnen, dann in menas, wo ich versetzt wurde, wo ich eigentlich keine zeit für hatte, dann zurück an den schreibtisch, weiterglesen die dip.arb., dann zum dip-kolloqium, was frustrierend war (kommilitone stellte seine thema vor und ich hatte das gefühl mein thema wäre gerade mal für eine seminararbeit gut und seins schon fast eine diss.), dann frustriert einen döner gefuttert und emergency room angeschaut, dann dip.arbeit fertig gelesen und dann wollte ich noch was für meine arbeit machen und war zu müde, zu frustriert, zu lustlos... und wieder ward ein tag verschwendet vorbei...

heute: mal sehen. bin noch am wachwerden. draußen geht die welt unter und der weg zur bibliothek scheint steinig.

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